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Aus für Fernsehshows
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Herber Schlag für Günther Jauch: Die niedersächsische Landesmedienanstalt hat weitere Folgen der SKL-Show untersagt. Den Medienwächtern zufolge macht die Sendung gesetzwidrige Werbung für ein Glücksspiel. Auch andere Shows könnten betroffen sein.RTL streicht „Die 5 Millionen SKL Show“ mit Günther Jauch. Der Grund: Seit Anfang des Jahres ist Werbung für Glücksspiele gesetzlich verboten. Der Sprecher des Kölner Senders, Frank Rendez, sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP: „Aufgrund der derzeitigen Rechtslage haben wir die SKL-Show aus der Planung genommen.“
Die für RTL zuständige Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) hat dem Sender Anfang Juli auf Anfrage mitgeteilt, „dass die Show in dieser Form nicht mehr zulässig ist“, wie der Direktor Reinhold Albert der AP mitteilte. Die SKL in München meint dagegen, dass die Jauch-Show unter eine Ausnahmeregelung fällt. Das bayerische Innenministerium unterstütze im Namen der Glückspielaufsichtsbehörde diesen Standpunkt, wenn im Rahmen der Show Modifizierungen vorgenommen würden.
Seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages gebe es in der gesamten Branche eine große Verunsicherung, sagte NLM-Direktor Albert. Sat.1 hat keinen Vertrag mehr mit der Norddeutschen Klassenlotterie (NKL). Die Sprecherin des Berliner Senders, Kristina Faßler, sagte der AP, die Kooperation sei im September vergangenen Jahres ausgelaufen. Sie betraf die Sendung „Mega Clever! Die NKL-Show“ mit Barbara Eligmann und Wigald Boning. Nach Ansicht des Deutschen Lottoverbands muss Sat.1 mit dem Verbot der Game-Show „Deal or no Deal“ rechnen. Die zuständige Landeszentrale für Medien und Kommunikation teilte mit, sie sehe „keinen Handlungsbedarf“.
Der Lottoverband fürchtet auch um die Sendungen „Aktion Mensch“ (ZDF), die ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ und die NDR-Umweltlotterie „Bingo“. Die Übertragung der Ziehung der Lottozahlen, die der Hessische Rundfunk für die ARD ausstrahlt, ist vom Glücksspielstaatsvertrag nicht betroffen. Es sei keine Unterhaltungsshow, sondern eine Informationssendung, erklärt dessen Sprecher Tobias Häuser.
Ab 1. Januar 2009 ist Lottospielen im Internet verboten. Norman Faber, Präsident des Deutschen Lottoverbands, kritisierte, 35.000 Arbeitsplätze stünden damit auf dem Spiel, und den Bundesländern würden jährlich mehr als eine 1 Milliarde Euro fehlen. „Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Es ist kein einziger Nur-Lotteriespieler mit einem Glücksspielsucht-Problem bekannt“, meinte Faber.










