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Je nachdem, mit wem man spricht, bleibt das Thema der Legalität von Online-Glücksspielen in den USA düster wie immer. Neue Gesetze, die letztes Jahr verabschiedet wurden, haben große Veränderungen in der Art und Weise, wie die Branche operiert, mit sich gebracht und mehr als ein halbes Jahr später scheint immer noch niemand so recht zu wissen, was mit der Online-Spielbranche wie wir sie kennen passieren wird und vor allem, ob US-amerikanische Spieler weiterhin spielen dürfen oder nicht. In diesem Jahr wird sich sicher noch einiges klären, aber bis dahin müssen wir im Dunkeln tappen und sehen, was passiert.
Obwohl das Bild der Online-Glücksspielbranche in den USA unklar ist und die Debatte weitergeht, wollen wir uns in diesem Artikel mit den rechtlichen Aspekten von Online-Glücksspielen in den verschiedenen Staaten befassen, vor allem mit den Unterschieden zwischen den USA und anderen großen Märkten für Online-Glücksspiele: Europa, Australien und Asien.
Das Thema Online-Glücksspiele bekommt in den EU-Mitgliedsstaaten nicht ganz so viel Aufmerksamkeit wie in den USA. Deshalb können die meisten Europäer weiterhin spielen, wie sie wollen. Der Europäische Gerichtshof entschied kürzlich, dass die Legalität von Online-Glücksspielen von jedem Mitgliedsstaat individuell entschieden werden kann und es keine gemeinsame Regelung geben solle, welche jedes Land befolgen müsse. Mitgliedsstaaten entscheiden also selber, ob sie ihren Bürgern erlauben, dieser Aktivität nachzugehen. Das Ergebnis ist eine Reihe von Richtlinien, die von Staat zu Staat unterschiedlich sind. Die Popularität von Online-Pokerräumen nimmt in Großbritannien wie auch in anderen westeuropäischen Ländern enorm zu.
Online-Glücksspiele sind in Australien illegal, seitdem die Regierung 2001 den Interactive Gambling Act (IGA) verabschiedet hat. Das Gesetz sollte dazu dienen, das Problem der Spielsucht zu bekämpfen, eine Krankheit, von der Australier angeblich mehr betroffen sind, als jede andere Nation auf der Welt. Ein großer Anteil der Bevölkerung war aufgebracht, nachdem das Spielen auf Online-Glücksspielseiten durch den Interactive Gambling Act eine kriminelle Handlung wurde. Sie hielten das neue Gesetz für heuchlerisch, da es weiterhin absolut legal ist, eines der vielen staatlichen Casinos zu besuchen. Es gibt jedoch neue Versuche von Mitgliedern der Online-Spielgemeinschaft, den Beschluss aufzuheben.
Online-Glücksspiele sind absolut legal in Kanada und es deutet auch nichts darauf hin, dass sich in naher Zukunft daran etwas ändern wird. Der größte Teil der Online-Glücksspieler begibt sich für ihre Dosis Poker auf die großen Seiten wie pokerstars.com, 888.com und bodog.com. Score.com ist ein Online-Pokerraum, dessen Kundschaft überwiegend aus Kanada kommt.
Die neuesten Maßnahmen der US-amerikanischen Regierung lassen sich auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurückführen, als der Verkauf von Alkohol verboten wurde. Dies war der Versuch, einen „sittlichen“ Lebensstil, so wie ihn die Menschen an der Macht gerne gehabt hätten, wieder einzuführen. Wie ihr wisst, waren die Versuche der Abstinenzler, ihren Glauben der gesamten Gesellschaft aufzuerlegen erfolglos. Ein ähnliches Ende sagen wir auch den Versuchen, Online-Glücksspiele zu verbieten, voraus.
Eine Sache, die man im Kopf behalten sollte, ist es, dass Poker ein Spiel ist, welches Können erfordert. Es sollte deshalb also nicht mit anderen Glücksspielen wie Roulette oder Craps verglichen werden und vor allem nicht in die gleiche Kategorie wie Lotterie und Sportwetten gesteckt werden. Ohne gesetzlichen Präzedenzfall bleibt das Thema der Legalität von Online-Poker eine schwierige Frage. Wir sollten in den nächsten Monaten mehr über die Zukunft von Online-Glücksspielen in den USA wissen und werden unser Bestes tun, um euch auf dem Laufenden zu halten.