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Casinonachrichten

Steve Wynn – Der Zauberer von Las Vegas

28-Sep-2007, 13:48

 Steve Wynn ist DER Casinoentwickler von Las Vegas schlechthin. Mit seinen Casinos hatte er in den letzten zwei Jahrzehnten einen unerreichten Erfolg. Von vielen wird er deshalb auch der „Vater der Las Vegas Casinos“ genannt. Er hatte auch einen großen Anteil daran, dass sich Las Vegas mehr und mehr zu einem Reiseziel für Familien entwickelt hat.

Wynn überrascht immer wieder mit seinen innovativen Ideen, so zum Beispiel mit seiner Entwicklung grandioser Geschäftsideen. Deshalb nannte ihn die Times 2004 nicht nur den Geschäftsmann mit ausgefuchsten Geschäftsmodellen und einem außergewöhnlichen Sinn für Maklergeschäfte, sondern auch den brillantesten Designer in der Casinoindustrie von Las Vegas.

Wer ist Steve Wynn?

Steve Wynn wurde 1949 als Stephen Alan Weinberg in New Haven, im US-Bundesstaat Connecticut, geboren. Er studierte englische Literatur an der Universität von Pennsylvania, die er 1963 erfolgreich abschloss und ist der typische Vertreter der Mittelklasse, der sich durch zähe und harte Arbeit den amerikanischen Traum erfüllte und so zum Milliardär wurde.

Es scheint, als wäre es für Wynn vorherbestimmt gewesen, seinen Namen in der Spielindustrie zu verewigen. Sein Vater besaß einige Bingohallen an der Ostküste, starb jedoch sehr früh während einer Herzoperation. Zu dieser Zeit besuchte Steve Wynn noch das College. Deshalb übernahm Steve das elterliche Geschäft sehr früh. Nach ein paar Jahren verdiente er schon soviel Geld, dass er es sich leisten konnte, in Las Vegas zu investieren. Er legte sein Geld im Frontier Hotel and Casino an und zog kurz darauf mit seiner Frau und seinen zwei Kindern nach Las Vegas. Er hoffte, damit seine Geschäfte weiterhin erfolgreich zu führen. Damals konnte er wahrscheinlich noch nicht erahnen, welche Dimensionen sein Erfolg in den nächsten Jahren erreichen würde.

Während der frühen 70er Jahre des letzten Jahrhunderts benutzte er seinen Gewinn aus den Maklergeschäften für Investitionen in das Golden Nugget im Zentrum von Las Vegas. Wynn renovierte, gestaltete um und expandierte. Damit verwandelte er das Golden Nugget in ein 4-Diamanten Ressort, das vorrangig gutbetuchte Kunden in Scharen anzog. 1987 verkaufte er dann das Golden Nugget für 440 Millionen US-Dollar und begann seine neue Arbeit. Und das an keinem geringeren Projekt als dem Mirage. Das Mirage eröffnete am Strip in Las Vegas1989.

Der wahnsinnige Erfolg des Mirage markierte den Beginn einer neuen Ära der Casinos. Casinohotels ersetzten mit ihren Wasserfällen, Achterbahnen, Vulkanen und unzähligen anderen Attraktionen die anderen althergebrachten Casinos. Diese Unterhaltungsgiganten à la Disney waren die Speerspitze einer neuen Entwicklung, die Wynn maßgeblich vorantrieb.

Über Wynns Privatleben hingegen ist wenig bekannt. Wie auch viele andere Milliardäre ist er sehr vorsichtig, wenn es um sein Privatleben geht. Wir wissen, dass er ein ausgesuchter Kunstsammler ist. Ausgewählte Sammlerstücke sind zum Beispiel im Bellagio Hotel and Casino zu sehen. Dort hängen unter anderem Werke von Warhol, Van Gogh und Picasso. Er ist auch Vorsitzender des Moran Eye Instituts an der Universität von Utah. Weiterhin ist er Mitglied im Verwaltungsrat des Center for Strategic and International Studies in Washington, D.C. Hinzu kommen noch ein Sitz im Kuratorium der Universität in Pennsylvania, im Vorstand der George Bush Presidential Library und im Kennedy Center`s 2000 Corporate Fund.

Seine Vision

 1993 eröffnete das Treasure Island, gleich neben dem Mirage, das ebenfalls ein 4-Diamanten Ressort ist. Dort hat Unterhaltung höchsten Stellenwert. Der Cirque du Soleil ist dort zu Gast und die Schlacht der Buccaneer Bay wird mit Kanonenkugeln und einem Piratenschiff in einer nachgebauten Lagune dargestellt. Damit gehört Treasure Island als ein weiteres Meisterstück von Wynn zu den Höhepunkten eines jeden Las Vegas-Besuchers.

1988 wurde ein anderes Luxushotel von Wynn eröffnet: das Bellagio. Im Hotel gibt es einen künstlichen See, eine weltberühmte Kunstausstellung und zahlreiche Boutiquen für die Reichen und Schönen der Welt.

2004 erreichte der Wert von Wynns Unternehmungen die unglaubliche Summe von 2,4 Milliarden US-Dollar, als er ankündigte, den Wynn-Las Vegas-Komplex zu eröffnen. Wieder ein gigantisches Projekt, das Unterhaltung, ein Hotel und ein Casino in sich vereinigt. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf 2,7 Milliarden US-Dollar.

Damit hat Wynn in den vergangen 40 Jahren mit seinen Visionen wie kein anderer Las Vegas geprägt und es ist abzusehen, dass er auch mit seinen 65 Jahren nicht ruhen wird.



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