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Casinos in Las Vegas – das Excalibur

03-Jan-2008, 21:33

Wir lieben ja alle das bunte, schimmernde Leben von Las Vegas, seine einmaligen Welten des Seins und des schönen Scheins. Las Vegas, die Stadt der 100.000 und mehr Hotelbetten, der Casinos und der Themen-Hotelburgen, des Glücksspiels, das Heiratsparadies, Las Vegas ist eine ganze Welt für sich.

Las Vegas

Was ist Las Vegas? Eine Insel, eine Oase in der Wüste von Nevada, eine Exklave des Bösen und der Lust? Ein Welt gewordenes Märchen: Irgendwie ist Las Vegas von allem etwas.

So gibt es da viele Namen, die jeweils für eine ganze Erlebniswelt stehen. MGM steht für die Welt von Film und Glamour, Circus Circus für die Zirkuswelt, Monte Carlo für die mondäne Roulettewelt, Luxor für die griechisch-ägyptische Antike, um nur einige zu nennen, und, last but not least, mein Lieblingshaus, Excalibur, das Neuschwanstein von Vegas, steht für die versunkene Welt des mystischen, höfischen Mittelalters und seiner ritterlichen Sagen und Abenteuer.

Das Excalibur

Ist es ein Märchenschloss mit rund 4.000 geräumigen Gästezimmern, bequem eingerichtet, vom Dauerstress der ständigen, voll ausgelasteten Belegung seit rund zehn Jahren etwas abgewohnt wirkend – oder ist es schlicht, und das ist es wohl vorwiegend, ein riesiges Casino von mehr als 10.000 m², mit tausenden Glücksspielautomaten, einer neben dem anderen, 24 Stunden am Tag geöffnet und in vollem Betrieb?
Ein wahres, einzigartiges Glückslabyrinth ohne Grenzen. Um konkreteren Fachfragen vorzubeugen, es gibt Casinospiele aller Art: Von Black Jack, Tropical Stud Poker, Craps, Keno, Let it ride, Pai Gow Poker, 7-Card Texas-Poker über Roulette, Spielautomaten, Video-Poker und Big Six Wheel (amerikanisches Glücksrad), Mini-Baccara bis Megabucks.

Und weil das Leben und das Gesetz wollen, dass man eben kein Casino dieser Größe so einfach in die Wüste baut, hat man quasi zur Tarnung, um das riesige Casino herum als Dekoration eine tolle Fassade gebaut: ein riesiges Hotel und eine Bettenburg im wahrsten Sinne des Wortes. Da ein solches Megaprojekt auch einen attraktiven Namen brauchte und ein zünftiges Thema, entschied man sich hier für das ritterliche, mystische Mittelalter der Artus-Sage Britanniens.

Empfang im Hotel

Schon beim Empfang im Erdgeschoss – In welchem normalen Hotel fände man ein halbes Dutzend Bank-Geldautomaten, an denen man Geld abheben kann (übrigens casino-markierte 100 USD-Noten)? Selbst für die deutschen EC-Karten gibt es bis zu drei Hunderter täglich. Keine Gefälligkeiten oder besonderer Service, nur eine zusätzliche Verleitung zum aktiveren Spiel oder sollten wir sagen zum Verspielen des verfügbaren Geldes.

Das Haupthaus

Das Disney-artige Haupthaus wird praktisch umrandet von vier riesigen mächtigen Hoteltürmen zu etwa je 1.000 Zimmern. Trotz aller gigantomanischen Größe, sollten wir sagen, wie in Vegas üblich, ist alles doch recht einfach gegliedert. Kommt man am Empfang vorbei, so kann man ebenerdig bleiben und sich direkt in das Spielgetümmel mit den langen Reihen Einarmiger Banditen stürzen, echte Profis bedienen da vielleicht zehn in einer Reihe mit je $ 0,25 gleichzeitig, eher im Fastfood-Wettspiel Stil. Dafür macht es aber auch gleichzeitig tausenden amerikanischen Fans Freude.

Interessant ist, dass es meist nicht um viel Geld geht, wie eben z. B. $ 0,25 oder $ 1,00 geht, die gesetzt werden. Es geht wirklich ins Geld, dass man ständig, quasi im Sekundentakt, unmerklich, über Stunden gerechnet, einen Hunderter nach dem anderen setzen kann.

Das Sandeimerchen

Zum besseren Abtransport der zu erwartenden enormen Mengen an Gewinnmünzen erhält jeder ein mittleres 1 Liter-Sandeimerchen, standesgemäß mit dem magischen Haus als Hauptmotiv bedruckt – wenn das kein Glück bringt!
Sonst geht man eben wieder zu einem der hausinternen Bankautomaten und hebt neues Geld ab, spätestens das muss ja dann Glück bringen.

Schon hier fällt auf, dass das Thema in das ganze Casinoleben integriert ist – so kann man z. B. auch versuchen, das Schwert aus dem Stein zu ziehen, dann wird man zwar nicht König von Britannien, leider, aber man bekommt irgendeinen tollen Preis. Welchen weiß ich nicht, war zwar zig mal da, aber, wie im historischen echten Leben hat es bisher keiner geschafft.

Nachdem wir uns jetzt etwas mit dem wahren Herzen des Ganzen befasst haben, können wir uns anderen Bereichen wenden.

Der Keller

Vom Hauptcasino geht es, das Haus ist gut gegliedert, nach unten in den Keller, wo es wie auf einem richtigen Rummel Spielmöglichkeiten für die Kleinen gibt, denn Kinder dürfen sich gemäß den Nevada-Gesetzen nicht im Spielbereich der Großen aufhalten. Nach oben geht es auf die Restaurant-Ebene, die ebenfalls ziemlich interessant ist.
Zur Massenabfertigung gibt es ein riesiges Round-Table-Buffet (man denke an den großen Runden Tisch der Ritter): das Menü „All you can eat“ zu $ 7,00, aber auch die verschiedensten Themenrestaurants wie Camelot Steakhaus, Sir Galahad Prime Rib, Regale Italian Eatery und Sherwood Forest Café (à la Robin Hood). Aber selbst für uns Germanen ist gesorgt mit Weztels Pretzels oder Fast Food – Fans können ins hauseigene McDonald`s gehen. Esserherz, welche größere Auswahl könntest zu wollen?

Das Hotel

Der Aufzug bringt uns ins 19. Stockwerk, in die Welt des heutigen, geräumigen Hotelzimmers mit normaler, ortsüblicher Ausstattung, doch wer kommt schon nach Las Vegas um zu schauen, was es im Farbfernseher zu bestaunen gibt?

Die Kosten

Was kostet das ganze Vergnügen? Es gibt ein Standardangebot von $ 55 bis $ 375 für das Zimmer, inklusive des reichhaltigen Frühstücksbuffets. Dabei sollte man jedoch davon ausgehen, dass derzeit z. B. zwischen $ 69 und $ 98 berechnet werden.
Jedoch auch, wenn man das Zauberwort „Casino Rate“ kennt, kann sich der Preis, wenn nicht gerade Hochsaison ist, z. B. bis auf $ 29 mindern.

Fazit

Damit ist die Preisfrage beantwortet – diese Großhotel ist eben zu allererst ein Casino, verdient sein Geld nicht mit der Wirtschaftlichkeit seiner Zimmerpreise, sondern mit den unbegrenzt fließenden 100 USD-Noten aus dem Casino-Geschäft.

Wer das berücksichtigt und versteht, der wird hier glücklich und äußerst zufrieden sein.

Die Alternativen

Wem das Excalibur nicht genügt – ist ja schon eine ganz eigene Welt – der ist nach 50 Schritten im auf seine Art ebenso einzigartigen Themen-Hotel-Casino Luxor (griechisch-ägyptische Geschichte, man denke an Cléopatra, Osiris und Ramses) auf der anderen Seite der Straße. Wer bereit ist, seine Füße einige Male mehr zu heben, erreicht leicht auch die meisten anderen bekannten Häuser.
Jedenfalls kommen wir hier im Excalibur immer auf unsere Kosten, im wahrsten Sinne des Wortes!



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