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Es wurde lange darüber diskutiert, wann und wo Craps entstanden ist. Die Theorie von Richard Epstein besagt, dass Craps seine Wurzeln in einem Spiel namens „Hazard“ hat, das im Mittelalter gespielt wurde und dessen Regeln im frühen 16. Jahrhundert von Montmort entwickelt wurden. Doch selbst der Ursprung des Namens ist schwer zu ermitteln. Wahrscheinlich kommt es von dem Englischen Wort „Crab“ (Krabbe) oder dem Französischen „Crapeau“ (Kröte). An diesem Punkt scheiden sich allerdings die Geister der Spielhistoriker. Es ist ein hart umstrittenes Thema unter vielen Gelehrten und selbsternannten Experten. Die Diskussionen darüber enden manchmal sogar in Tränen und leider auch in Handgreiflichkeiten!
Anderen Quellen zufolge gibt es Beweise, dass Formen von Craps bereits zu der Zeit des Heiligen Römischen Reiches existierten. Soldaten der Römischen Legion fertigten Würfel aus den Knöcheln von Schweinen an. In ihren umgedrehten Schildern würfelten sie dann, um sich die Zeit zu vertreiben, während sie in ihren Lagern warteten („die Knochen rollen lassen“). Die meisten Experten gehen davon aus, dass das Spiel von Europa nach Amerika gelang.
Heutzutage gibt es zwei Arten von Craps, die geschichtlich direkt zurückverfolgt werden können. Sie heißen „Straßen-Craps“ und „Bank-Craps“. In letzter Zeit hat zudem die Internetversion Online-Craps an Beliebtheit gewonnen.
Geoffrey W. Dibben – Spiele-Guru und Spiellegende – behauptet, dass der Ursprung von Craps sogar noch vor dem Mittelalter anzusiedeln ist. Die Araber spielten ein Spiel mit nummerierten Würfeln, das „azzahr“ („der Würfel“) genannt wurde. Das Spiel kam über das Mittelmeer nach Frankreich, wo es dann den Namen „Hasard“ erhielt. Über den Ärmelkanal gelang es dann kurz vor 1550 nach England, wo man die englische Schreibweise „Hazard“ übernahm. Der Wurf mit den niedrigsten Augen wurde „Crabs“ genannt. Die Franzosen übernahmen den Ausdruck aus dem Englischen, buchstabierten es aber nach französischer Schreibweise neu: „crabes“. Anfang 1700 kam das Spiel über den Atlantik in die französische Kolonie Akadien – der heutige Osten Kanadas.
1755 verloren die Franzosen Akadien an die Engländer, die es prompt in Nova Scotia, Neuschottland, umbenannten und die Französisch sprechende Bevölkerung verbannten. Diese wanderten verbittert in der Gegend herum und ließen sich schließlich viel weiter südlich, in Louisiana, nieder, wo sie Cajuns genannt wurden und auch heute noch so genannt werden. Sie spielten jedoch weiterhin das gute alte Würfelspiel, nannten es aber nicht mehr „hasard“, sondern einfach „crebs“ oder „creps“, was ihre Schreibweise des französischen „crabes“ war.
Um 1843 wurde der Name der Cajun ins amerikanische Englisch als „Craps“ übernommen. Für lange Zeit war man angeblich sehr vorsichtig, den letzten Buchstaben nicht wegzulassen, um es nicht mit dem umgangssprachlichen Ausdruck zu verwechseln, der eine ganz andere Bedeutung hat. Aus diesem Grund sträubten sich oft die meisten Menschen das Wort überhaupt zu gebrauchen.